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Distillerie Warenghem – Route de Guingamp, Boutill, 22300 Lannion



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Unsere brennerei

GESCHICHTE DER BRENNEREI

1. Juli 1900

Gründung der Brennerei durch Léon Warenghem und Kreation des Elixir d'Armorique

Die Brennerei wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts von der Familie Warenghem in Lannion an der bretonischen Rosengranit-Küste gegründet. Léon Warenghem, der Gründer, stammte aus Nordfrankreich und seine Erben erzielten ihre ersten Erfolge mit dem Brennen pflanzlicher Liköre. Das Elixir d’Armorique, eine Mischung von 35 Pflanzen, ist das Vorzeigeprodukt der Brennerei und erhält seinerzeit zahlreiche Auszeichnungen auf internationalen Messen. Auch jenseits des Atlantiks wird es bekannt. Das Elixir gehört bis heute zum Angebot der Brennerei.

1919

Henri Warenghem tritt die Nachfolge seines Vaters an und setzt die engagierte Arbeit mit Likören fort.

Henri Warenghem setzt die Likörproduktion fort und erweitert das Angebot der Brennerei um Minz-, Johannisbeeren- und Kirschlikör. Die Brennerei macht sich einen Namen bei Großhändlern und Weinhandelshäusern in Westfrankreich.

1967

Paul-Henri Warenghem schließt sich mit Yves Leizour zusammen. Die Brennerei wird an den Standort der Quelle Rest Avel verlegt.

1967 schließt sich Paul-Henri, der letzte Warenghem, mit Yves Leizour zusammen. Sie diversifizieren das Sortiment der historischen Liköre und bauen einen Großhandelsvertrieb in der Bretagne auf. 1974 ziehen Paul-Henri Warenghem und Yves Leizour mit der Brennerei aus dem Zentrum von Lannion an den Stadtrand um, in unmittelbare Nähe der Quelle Rest Avel, was in bretonischer Sprache „die Wohnstätte des Windes“ bedeutet.

1981

Gilles Leizour übernimmt die Brennerei mit dem Vorhaben, bretonische Spirituosen zu entwickeln

Zu Beginn der 80er Jahre tritt der ausgebildete Apotheker Gilles Leizour die Nachfolge seines Vaters an. In seinem Bestreben, die Brennerei neu zu beleben, entscheidet er sich für eine Orientierung hin zu regionalen Produkten und entwickelt insbesondere den Chouchen Melmor.

1983

Die ersten selbst gebrannten Whiskys

Mit der Unterstützung des kaufmännischen Leiters Bernard Le Pallec beschließt der immer auf eine weitere Verbesserung und Stabilisierung der Brennerei bedachte Gilles Leizour, sich in ein riskantes Wagnis zu stürzen: die Einführung des ersten 100 % bretonischen - und französischen - Whiskys.

1987

Vorstellung des WB - Whisky Breton

Nach umfangreichen Tests wird 1987 der bretonische Whisky WB, ein Blend aus 25 % Malz- und 75 % Getreidewhisky, erfolgreich auf den Markt gebracht.

1992

Kreation des Fine Bretagne Gilles Leizour

Immer bestrebt, das fruchtbare bretonische Terroir aufzuwerten, beschließt der von dieser typischen Frucht der Bretagne begeisterte Gilles Leizour, seinen eigenen Fine Bretagne unter Verwendung einer nahezu hundert Jahre alten Kolonnen-Brennblase aus Kupfer zu entwickeln. Wenig später verlassen die ersten Destillate die Brennblase, und daraus entsteht der Fine Bretagne Gilles Leizour und 1994 dann schließlich der KER Pommeau de Bretagne AOC.

1993

Bau der ersten dedizierten Whiskybrennerei in Frankreich

1993 perfektioniert Gilles Leizour sein Know-How und lässt eine Brennerei bauen, die ausschließlich dem Whisky gewidmet und mit einem Paar Kupferbrennblasen nach schottischem Vorbild ausgerüstet ist.

1998

Vorstellung des Pommeau de Bretagne Gilles Leizour und des Armorik, des ersten französischen Single Malts

Mit dem Armorik wird 1998 der erste Single Malt aus Frankreich und der Bretagne offiziell präsentiert. Dieser Single Malt entwickelt sich schnell zum Zugpferd der Brennerei.

2001

Einrichtung einer Brauanlage und Markteinführung der bretonischen Biere Bier Breizh

Beflügelt vom Know-How der Brennerei erweitert Gilles Leizour die Brauanlage der Brennerei für die Produktion von Bier. Und kurz darauf werden die Bier Breizh auf den Markt gebracht, später in Diwall umbenannt.

2013

Armorik Double Matured zum „besten europäischen Single Malt“ gewählt

Bei den World Whiskies Awards 2013 wurde Armorik Double Matured als bester europäischer Whisky ausgezeichnet, und 2014 erhielt er eine doppelte Goldmedaille bei der San Francisco World Spirits Competition. Die übrigen Armorik-Versionen, Armorik Classics und Armorik Sherry, werden ebenfalls ausgezeichnet und stärken ihrerseits das Ansehen dieses Single Malts. Diese internationale Anerkennung ermöglicht dem Single Malt Armorik einen weltweiten Export (Schweden, USA, Kanada, Australien, Japan, Westeuropa).

2015

Einführung der Herkunftsbezeichnung Whisky Breton und der AOC Fine Bretagne

Da Gilles Leizour bewusst ist, wie wichtig der Schutz des bretonischen Herstellungsgebiets und Know-Hows ist, bemüht er sich mit dem regionalen Herstellerverband Association des 17 Hermines um eine Anerkennung des Fine Bretagne durch das Institut National des Appellations d'Origine (INAO), das französische nationale Institut für Ursprungsbezeichnungen. Die Schaffung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung (AOC) Fine Bretagne stellt eine wohlverdiente Anerkennung des bretonischen Know-Hows im Bereich der Apfelbrände dar. Ebenso beteiligt ist die Brennerei an der Einführung der Herkunftsbezeichnung „Whisky Breton“, die garantiert, dass jeder so bezeichnete Whisky ausschließlich in der Bretagne gebraut, gegärt, gebrannt und gereift wird.

2016

David Roussier setzt das Familienabenteuer fort

Gilles Leizour setzt sich 2016 zur Ruhe und David Roussier, sein Schwiegersohn, der 2009 in die Brennerei eingestiegen ist, folgt ihm an der Spitze des Unternehmens und führt die geleistete Arbeit fort.

2019

Bau einer zusätzlichen Kellerei und Eröffnung des neuen Armorik-Empfangsbereichs

Es werden umfangreiche Arbeiten zum Bau zweier neuer Kellereien durchgeführt, mit denen sich die Menge des vor Ort reifenden Whiskys verdreifachen lässt. Auch wird ein neuer Empfangsbereich geschaffen, der einen Vorführraum, eine Ausstellungsfläche und einen Verkostungsraum umfasst. Der Brennerei wird die Bezeichnung Entreprise du Patrimoine Vivant verliehen. Dieses vom französischen Staat verliehene Gütesiegel erhalten französische Unternehmen, die sich durch herausragendes handwerkliches und industrielles Know-How auszeichnen.

Eine bretonische, unabhängige Brennerei im Familienbesitz

Die in Lannion an der Rosengranit-Küste des Département Côtes d’Armor gegründete Brennerei Warenghem ist ein unabhängiges Familienunternehmen, das seit mehr als 100 Jahren bretonische Spirituosen herstellt. Wir brennen und fertigen alle unsere Produkte direkt vor Ort in unserer Brennerei und füllen sie auch dort in Flaschen ab.

In der Brennerei sind wir uns unserer Gesamtverantwortung für die Zufriedenheit unserer Kunden aber auch gegenüber unseren Mitarbeitern und Partnern und unserer örtlichen Gemeinschaft bewusst. Dies schlägt sich in der besonderen Bedeutung nieder, die wir folgenden Prinzipien zumessen:

Den Menschen, die Umwelt und die Qualität an erste Stelle setzen,
Unsere Entscheidungen langfristig anlegen,
Das Ziel einer dauerhaften und gemeinsamen Wachstums verfolgen,
Ein vollwertiger lokaler Akteur sein.

Unsere im Jahr 1900 zur Produktion hochwertiger Liköre gegründete Brennerei blickt auf mehr als ein Jahrhundert Erfahrung und handwerkliches Können zurück. Wir fühlen uns unserem Herstellungsgebiet und seinen authentischen Produkten verbunden und brennen mit Leidenschaft den Fine Bretagne AOC, den Pommeau de Bretagne AOC sowie die berühmten bretonischen Chouchen.

1983 wurden wir dank der Begeisterung von Gilles Leizour für Innovation und Whisky zur ersten Whiskybrennerei in der Bretagne (und in Frankreich). Als Erben dieser Unternehmensgeschichte verfolgt die gesamte Belegschaft das Ziel, einen herausragenden Single Malt herzustellen, der den bretonischen Charakter widerspiegelt.

Im Jahr 2019 wurde der Brennerei die Bezeichnung Entreprise du Patrimoine Vivant verliehen. Dieses vom französischen Staat verliehene Gütesiegel erhalten französische Unternehmen, die sich durch herausragendes handwerkliches und industrielles Know-How auszeichnen.

„Unser Unternehmen ist die erste Whiskybrennerei in Frankreich, die dieses Siegel erhalten hat. Dies ist eine Belohnung für alle Mitarbeiter der Brennerei, die zusammen daran arbeiten, traditionelles Know-How zu erhalten und dabei Spitzenqualität anstreben.“

Unser Herstellungsgebiet, die Bretagne

Es sind die Bretagne, ihr Boden und ihre Menschen, die die Identität und den Geschmack unserer Produkte geformt haben.

Wir fühlen uns unserem Herstellungsgebiet sehr verbunden und sehen es als integralen Bestandteil der Herstellung unserer Produkte:

  • unser direkt unter der Brennerei aus einer Granitverwerfung entspringendes Wasser,
  • unsere Getreide (konventioneller bretonischer Weizen und biologisch angebaute französische Gerste)
  • unsere Äpfel aus am Meer gelegenen und weniger als 120 km von der Brennerei entfernten Obstgärten der AOC, die zunehmend auf Biolandbau umgestellt werden,
  • unser der Nordküste der Bretagne eigenes Meeresklima…

Es ist diese Umgebung, die den Geschmack unserer Spirituosen formt.

Daher war die Brennerei auch immer an kollektiven Initiativen zur Anerkennung offizieller Gütezeichen beteiligt, insbesondere der Herkunftsbezeichnung Whisky Breton und der kontrollierten Ursprungsbezeichnungen (AOC) Pommeau de Bretagne und Fine Bretagne.

Herkunftsbezeichnung Whisky Breton
Im Jahr 2015 beteiligt sich die Brennerei an der Schaffung der Herkunftsbezeichnung Whisky Breton, die es erlaubt, den in dieser Region produzierten Whisky zu schützen und entsprechend zu vermarkten. Zudem bietet diese Bezeichnung dem Whiskyliebhaber ein höheres Maß an Transparenz. Jeder „Whisky Breton“ oder „Whisky de Bretagne“ muss nunmehr einem anspruchsvollen Pflichtenheft genügen, das für seine Qualität und die Fachkenntnisse des Brenners garantiert. Beispielsweise muss solcher Whisky mit auf bretonischem Boden geschöpftem Wasser gebraut und in der Bretagne gegärt, gebrannt und gereift werden.

AOC Fine Bretagne
Da unserer Brennerei die Anerkennung bretonischer Produkte und bretonischen Know-Hows sehr wichtig ist, hat sie mit dem Herstellerverband Association des 17 Hermines auf eine Aufwertung des Fine Bretagne durch Erhalt einer kontrollierten Ursprungsbezeichnung hingewirkt. Daher kann sich dieses traditionelle Getränk, das die Kabeljaufischer auf ihrem Weg nach Island und Neufundland begleitete, seit 2015 endlich mit den offiziellen Bezeichnungen „Fine Bretagne“ und „Lambig de Bretagne“ schmücken. Mehr dazu unter: https://www.maisoncidricoledebretagne.bzh/eau-de-vie-de-cidre-de-bretagne-aoc/

AOC Pommeau de Bretagne
Der Pommeau entsteht aus der Verbindung von Most frisch gepresster Äpfel mit bretonischem Apfelweinbrand kontrollierter Herkunft (Fine Bretagne). Dieser als „Mutage“ bezeichnete traditionelle Gärprozess wird heute von einem guten Dutzend professioneller landwirtschaftlicher oder handwerklicher Erzeuger in der gesamten Bretagne bewahrt und weitergeführt, zu denen auch unsere Brennerei gehört. Pommeau de Bretagne ist seit 1997 eine kontrollierte Ursprungsbezeichnung.